Kapitel 8 Die Auskunft nach §34 BDSG

Posted: 14th Oktober 2011 by Shadowdragon in Vodafone (in eigener Sache)

Es geht weiter, gestern erreichte uns ein Brief (ein richtig echter Papierbrief) von Vodafone. Da er relativ “dick” war, war ich gespannt was es war/ist. Nach dem öffnen und durchschauen kommen wir jetzt zu:

Kapitel 8 Die Auskunft nach §34 BDSG

Ich schrieb es ja schon, ich/wir hatten bei Vodafone eine Auskunft nach §34 BDSG angefordert. Gestern kam diese, 15 Seiten umfangreich, auf echtem Papier und von Hand unterschrieben. Von den 15 Seiten sind 10 die Auskunft und 5 Beiwerk.

Die Auskunft ist wirklich interessant, weil sie, neben den gespeicherten Daten, auch einige Lücken enthält. Das lässt einige Rückschlüsse über die Arbeitsweise bei Vodafone zu. gehen wir die Sache mal ein wenig durch.

Die Auskunft beginnt mit:

I. Personenbezogene Daten (hier finden sich alle relevanten Daten, bzw. finden sich eben nicht)

A. Stammdaten (erklärt sich von selber denke ich)

Person

Hier sind  Anrede, Name, Vorname, Sprache, Familienstand, Beruf, Ausweisnummer, Ausweisland, Ausweistyp und Ausweisgültigkeit gespeichert) Interessant ist hier das die Ausweisnummer nur mit Nullen belegt und die Ausweisgültigkeit mit einem fiktiven Datum belegt ist

Kundeninformationen

Hier findet sich Kundennummer, Region, Ref.-nummer, Sicherheitsgruppe (?), Kundenstatus, Statusdatum, SAP Kundenschlüssel, Kontierungsgruppe, Aktivierungsdatum, Kundenkategorie, Kundenklasse, Kundenservicelevel und Zugehörigkeitsgruppe.  Hier stimmt soweit alles.

Kundenwünsche

Hier sind Sachen wie Speicherdauer der Anrufliste, Dokumentensprache, Marketing Einwilligungen, Benutzerkennwort, und die Bonität ( unsere liegt bei 99999999,99€ / cool^^)gespeichert.

Ansprechpartner

Hier steht Kundentyp, Kontaktperson, Telefonnummer, Mobilfunk und Faxnummer, E-mail Adresse. Hier ist ein Fehler, es steht eine Telefonnummer die wir NIEMALS besessen haben drin.

Vorgänge

Hier würden alle Kontakte mit der Kundenbetreuung hinterlegt. Leider steht hier bei uns Nichts. Was sehr merkwürdig ist, weil wir alles immer telefonisch mit der Kundenbetreuung geregelt haben. Gut das ich die anschließenden Bewertungs-e-mails immer aufgehoben habe.

Rechnungskonten

Erklärt sich denke ich von selbst, aber außer unserer Kundennummer steht hier Nichts. 16 unbelegte Felder, keine Bankverbindung, Zahlungstyp etc. Nichts halt.

Adressen

Hier findet sich unsere derzeitige Adresse

B. Auftragsdaten

Auftrag

Jetzt wird es interessant. Hier sollten sich alle Auftragsdaten finden. Sprich solche Sachen wie Tarif, Optionen, Kündigungsfristen, Wann der Auftrag gegeben wurde, Wer den Auftrag angenommen hat (und wie) und welchen Inhalt der Auftrag hat. Da steht noch weit mehr zu den Auftragsoptionen aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Interessant ist Folgendes, zum Einen gibt es nur Auftragsdaten vom 03.03.2011. Dieses ist in soweit komisch, dass wir als Kunde seit dem 31.10.2007 geführt werden (Anschlußschaltung durch Arcor) und es einen Vermerk gibt, dass wir am 22.06.2009 Vodafonekunde sind. Wie geht das wenn der erste Auftrag vom 03.03.2011 ist?

Zum Anderen steht unter den Punkten wer den Auftrag angenommen hat kein Sachbearbeitername (nur das Kürzel superprint), Vertriebspartner etc. sind unbelegt und angeblich hätten wir am 03.03.2011 den Auftrag unterschrieben.

Das heißt, es existieren keine Auftragsdaten zu der Neuschaltung unseres Anschlusses am 31.10.2007, keine Auftragsdaten zu unserem Wechsel von Arcor nach Vodafone am 22.06.2009 und bei den Auftragsdaten zu dem angeblich geschlossenen Auftrag am 03.03.2011 gibt es keine Daten wer den Auftrag angenommen hat. Ausserdem soll eine angebliche Unterschrift vorliegen. Komisch wenn unsere ganzen Kontakte mit VF bis zum Zeitpunkt der Kündigung nur telefonisch waren. Vodafone beruft sich also auf einen angeblichen Auftrag, von dem sie nicht sagen können wer ihn abgeschlossen hat und eine Unterschrift die es definitiv nie gegeben hat.  Ich habe Vodafone schon aufgefordert uns eine Kopie des angeblichen Auftrags vom 03.03.2011 zukommen zu lassen (inkl. der angeblichen Unterschrift). Bin mal gespannt wie sie sich da rausreden.

Dann gibt es noch einen zweiten Auftrag vom 03.03.02011 der unsere Kündigung betrifft (wieso vom 03.03.2011???), bei dem ein Umzug als Grund verneint wird und der zum 16.08.2011 aktiv wurde. Mehr als seltsam da wir doch erst am 13.06.2011 unsere Kündigung, rückwirkend zum 01.06.2011, abgeschickt haben. VF beschäftigt Hellseher.

Jetzt kämen noch:

II Systeme

Hier steht welche EDV Systeme VF zur Verarbeitung benutzt.

III Regelmäßiger Empfänger

Hier steht für wenn die Daten bestimmt sind bzw. wer sie speichert.

Wie ich schon schrieb, es wird immer interessanter. Vodafone hat große Datenlücken, ein paar Fehldaten, kann bei wichtigen Daten nicht beweisen woher sie kommen, beruft sich aber auf die Selben. Sollte VF nicht beweisen können (und davon gehe ich zu 100% aus), dass am 03.03.2011 ein Vertrag geschlossen worden ist ergibt sich hier ein neuer Anssatzpunkt. Wir bestreiten diese nämlich. Es gibt definitiv keinen Unterschrift, sollte der angebliche Vertrag telefonisch geschlossen worden sein gibt es keine Bandaufzeichnung, ein Sachbearbeiter ist nicht eingetragen und es sieht ganz so aus als wenn es bei VF üblich ist Behauptungen ohne Beweise aufzustellen und zu sagen beweist doch das Gegenteil.

Dann die Sache mit unserer Kündigung, die ebenfalls auf einem Auftrag vom 03.03.2011 basieren soll (laut VF), nicht auf einem Umzug beruht und zum 16.08.2011 aktiv werden sollte. Sehr dubios. Wenn es hart auf hart kommt muss VF diese Sachen vor Gericht ja erläutern und beweisen. Darauf bin ich dann schon sehr gespannt.

Weiter geht es vermutlich wenn VF sich wegen unserem letzten Brief meldet.

So lang beste Grüße…