Kapitel 6 lesen != verstehen

Posted: 5th Oktober 2011 by Shadowdragon in Vodafone (in eigener Sache)

Ich war eigentlich der Ansicht, dass heute ein “artikelfreier” Tag wird, doch Irrtum. Diesmal war Vodafone schnell, Einschreibenbriefe werden wohl zügig beantwortet, nur leider reicht zügig allein in den meißten Fällen nicht aus. Wie zu erwarten glänzt Vodafone mit Ignoranz und Nichtverstehen. Daher kommen wir zu:

Kapitel 6 lesen != verstehen.

Bevor ich jetzt lange schreibe, was wir Vodafone geschrieben hatten, schaut es euch selber an (alle möglicherweise problematischen Stellen hab ich geschwärzt, sorry, will mir Nichts von VF vorwerfen lassen können):

Ich finde da steht mehr als deutlich (und mehr als einmal) was dieses Schreiben ist, ein Widerspruch gegen eine (oder genauer die Abschlussrechnung) von Vodafone.  Lassen wir es einmal dabei und den weiteren Inhalt außen vor.

Was würde man jetzt als Antwort erwarten, oder zuerst wie antwortet man formal korrekt auf einen Einschreibebrief? Nun wir bekamen die Antwort per e-mail..nur so am Rande. Zur ersten Frage was würde man als Antwort erwarten?

Richtig, entweder eine Stattgabe des Widerspruch oder ein Verwerfen. Wir hatten mit einem Verwerfen gerechnet….doch was kommt? Seht es euch selbst an:

 

Eine Antwort zu einer “Frage zur Ausgleichszahlung”, sorry aber liebe Kundenbetreuer/Sachbearbeiter entweder lest ihr die Briefe nicht richtig oder ihr versteht sie nicht oder ihr macht so was mit Absicht um Kunden weich zuklopfen und bloß keine Stellung beziehen zu müssen.

Wir hatten keine Anfrage gestellt. Wir haben euch einen Widerspruch geschickt. Wie wird da eine Anfrage draus? War der Text undeutlich oder zu komplex?
Dann der nächste Lacher, wir währen telefonisch nicht zu erreichen gewesen. Ich habe das Anruflog unseres Routers gecheckt, keine Vodafonerufnummer oder uns unbekannte Nummer im Zeitraum 27.09-05.102011. Mal abgesehn davon, dass ich keine Ahnung habe wenn ihr versucht habt anzurufen, glaubt ihr ernsthaft nach den ganzen erlebten Lug und Betrugsgeschichten, mit euch, am Telefon, würde ich noch mit Vodafonemitarbeitern telefonieren? Entweder seit ihr sehr von euch überzeugt oder einfach nur….. .

Danach der übliche Textbaustein “Wir entschuldigen uns…”. Schön aber seht eure Fehler auch ein, eine Entschuldigung nutzt garnichts wenn man dann trotzig darauf beharrt das man im Recht ist.

Den Absatz danach musste ich leider schwärzen. Seit aber versichert er negiert die obige Entschuldigung.

Jetzt kommt der Brüller, da will man uns doch glatt einen VF UMTS Vertrag anpreisen. Haben wir schon abgelehnt, wollen wir nicht und nach dem Drama bis jetzt will ich nur noch eins von Vodafone (ich sage es mal so wie es mir durch den Kopf geht): “Geht gepflegt sterben!”.

Alles was danach noch gekommen währe hätte ich wieder schwärzen müssen daher habe ich es weggelassen.

Nur soviel, auf den Widerspruch wurde nicht einmal eingegangen und nun weiß ich nicht ist er akzeptiert oder abgelehnt. Denken kann ich es mir ja.

Naja morgen geht ein neuer Einschreibebrief an VF raus. Bei weitem nicht mehr so freundlich dafür aber so geschrieben dass ihn sogar eine Scheibe schimmeliger Toast verstehen würde. Sobald die Antwort bei mir ankommt gibt es das nächste Kapitel (außer es geschieht zwischendurch etwas weiteres Interessantes).

So lang beste Grüße

 

 

Update: Soeben wurde mir klar wieso Vodafone einfach ignoriert, dass das Schreiben ein Widerspruch ist. Eine widersprochene Forderung kann man nicht an ein Inkassobüro abtreten (bzw. wird sie kein Inkassobüro annehmen). Ich bin gespannt ob VF es trotzdem versucht.

  1. David Neustock sagt:

    Hallo!

    Wir haben in 2010 fast das gleiche Spiel durchgemacht und nach ZÄHEM RINGEN sind wir auch zum gewünschten Datum rausgekommen und mussten keine Ausgleichzahlung
    (Restzeit bis Laufzeitende) leisten.

    Wir sind im Januar 2010 umgezogen und haben rechtzeitig bei VF angefragt ob eine Übernahme zum neuen Anschluss möglich ist. Der Anschluss konnte dann aber doch nicht geschaltet werden, weil die DTAG wohl abgelehnt hatte. Haben das auch alles schriftlich bekommen. UMTS wurde uns nicht angeboten, wahrscheinlich gibt’s das hier auf dem Land nicht.

    “Die DTAG konnte den Anschluss innerhalb einer Woche freischalten und DSL-ISDN funktioniert seit dem einwandfrei.”

    Jedenfalls haben wir nach ca. 3 Monaten hin und her mit der Hotline gekündigt unter Berufung auf die AGB, denn dort war tatsächlich ein Sonderkündigungsrecht ausgewiesen, wenn der Anschluss nicht geschaltet werden kann.
    Und da konnte sich auch VF nicht mehr rauswinden.

    Gottseidank haben wir auch rechtzeitig die Einzugsermächtigung gekündigt,
    da es doch fast ein 3/4 Jahr gedauert hat, bis VF alles mehr oder weniger richtig abgerechnet hatte. (Inklusive Schreiben vom Anwalt, obwohl eigentlich schon alles erledigt war.)

    Falls ich irgendwie Helfen kann, Textbausteine, Tipps oder ähnl. einfach melden.

    Ansonsten kann ich nur Sagen, egal wegen was, nie wieder per Hotline.
    Auch wenn’s vielleicht länger dauert, aber seit dem Erlebnis, gibt’s von uns nur noch die komplette Bandbreite in schriftlicher Form, FAX / EMAIL / Einschreiben.

    Grüße aus dem Oderbruch